Wayfinding statt Blindflug: Wie Siemens Communications mit OKRs Wirkung statt Output steuert

von: Timo Radzik (Siemens) – Data-driven Strategy Execution mit OKRs bei Siemens Comms

Themen, Prioritäten und Kanäle verändern sich permanent. In der Interessengruppe „Data & Insights Experts“ zeigte Timo Radzik (Siemens), wie die Siemens-Kommunikation mit OKRs ein flexibles Navigationssystem etabliert hat, das Strategie und operative Umsetzung verbindet und Erfolg über Wirkung statt über Aufwand definiert.


Die Ausgangslage: Strategie ohne Anschluss

Wie in vielen Organisationen war auch bei Siemens Communications die Kommunikationsstrategie häufig von der operativen Umsetzung entkoppelt. Ziele wurden inhaltlich delegiert, aber nicht mitverantwortet, und Erfolg wurde über Aufwand gemessen: die Zahl der Veröffentlichungen statt die erzielte Wirkung.
OKRs schaffen hier einen systematischen Brückenschlag zwischen Strategie, Zielgruppenverhalten und operativer Aktivität. Das Objective beschreibt das Zielbild, „die Insel“, die Key Results sind die konkreten Wegmarken, an denen sich Fortschritt und Wirkung messen lassen.


Der Perspektivwechsel: Vom Output zum Verhalten

Der entscheidende Unterschied liegt in der Formulierung. Kommunikations-OKRs zielen nicht auf Output, sondern auf Zielgruppenverhalten: Vertrauen, Verständnis, Engagement. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, was Kommunikation bei den relevanten Stakeholdern tatsächlich bewirkt, nicht wie viel produziert wurde.
Key Results liefern dafür konkrete Anhaltspunkte, von Reichweite und Tonalität über Feedback bis zur Verhaltensänderung. Kanal- und Themenanalysen bilden die Datengrundlage für Planung und Kurskorrektur.


Der Nebeneffekt: weniger Silos

OKRs wirken über das einzelne Team hinaus. Teamübergreifende OKRs richten die Kommunikation bereichsübergreifend aus, fördern Transparenz und reduzieren Silodenken. So entsteht ein gemeinsames Zielbild, an dem sich unterschiedliche Einheiten orientieren, ohne die Flexibilität zu verlieren, auf Veränderungen zu reagieren.


Fazit

OKRs machen strategische Kommunikation greifbar: klare Zielbilder, messbare Fortschritte, flexible Anpassung entlang realer Entwicklungen. Der eigentliche Hebel liegt nicht in der Methode selbst, sondern im konsequenten Fokus auf Wirkung statt Aufwand. Wer Kommunikation als Navigation begreift, behält auch im dynamischen Umfeld Kurs.

Ihr wollt eure Kommunikationssteuerung stärker an Wirkung ausrichten? In der Interessengruppe „Data & Insights Experts“ diskutieren wir monatlich mit Fachkolleg_innenwie Timo Radzik die besten Frameworks für datengetriebene Kommunikation. Kommt vorbei und werdet Teil der Community!



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