- 13. April 2026
- Veröffentlicht durch: bandup media UG
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Herausforderungen in der Erfolgsmessung 2026 – und die Lösungsansätze dazu
Ein Impulspapier der AG CommTech mit dem Reifegradmodell für Kommunikations-Controlling
Auf einen Blick
Die wichtigsten Erkenntnisse
Fast die Hälfte der Manager bezweifelt, dass Budget und Ressourcen der Kommunikationsabteilung gerechtfertigt sind – der Druck zum Wirkungsnachweis ist so hoch wie nie.
Die meisten Organisationen bewegen sich zwischen Reifegrad 2 und 3: Monitoring ist etabliert, strategische Datennutzung steckt aber noch in den Kinderschuhen.
Über 90 % der PR-Profis sehen KI als Game Changer für die Erfolgsmessung – aber erst 15 % nutzen KI-gestützte Analytik aktiv.
LLM-Visibility – also wie Unternehmen in Sprachmodellen wie ChatGPT auftauchen – wird als neue Kennzahl sichtbar: 67 % glauben, sie wird bald Standard.
Fünf Herausforderungen dominieren 2026: Output-Orientierung, ROI-Nachweis, Datensilos, Kompetenzlücken und die Mensch-Maschine-Balance bei KI.
Ausgangslage: Zwischen Tradition und datengetriebener Zukunft
Der Druck auf Kommunikationsverantwortliche, den Wert ihrer Arbeit nachzuweisen, ist deutlich gestiegen. Moderne Standards wie die Barcelona-Prinzipien und das DPRG/ICV-Wirkungsstufenmodell fordern schon lange, Kommunikation an Outcomes statt an reinen Outputs zu messen. Gleichzeitig eröffnet CommTech neue Möglichkeiten: KI-Tools erlauben heute präzisere Wirkungsanalysen als je zuvor. Dennoch bleibt die Spannbreite der Praxis enorm – von manuellen Pressespiegeln bis zu KI-gestützten Prognosemodellen.
5 Stufen der Erfolgsmessung – wo stehen Kommunikationsabteilungen 2026?
Stufe 1 – Ad-hoc Monitoring („Beobachter”): Unsystematische, reaktive Beobachtung ohne KPIs. Rund 20 % der PR-Verantwortlichen weltweit betreiben noch keine formale Erfolgsmessung.
Stufe 2 – Systematisches Monitoring („Sammler”): Regelmäßige Clipping-Reports, erste KPIs wie Reichweite und Tonalität. 81 % der PR-Teams messen heute quantitativ – aber meist ohne strategische Nutzung der Daten.
Stufe 3 – Integrierte Medienanalyse („Analytiker”): KPI-Frameworks entlang der Wirkungslogik, Botschaftsresonanz, Benchmark gegen Wettbewerb. Die Mehrheit strebt diesen Level an – 54 % kämpfen aber damit, PR-Metriken wirklich mit Business-Zielen zu verknüpfen.
Stufe 4 – Data-driven Analytics („Strategist”): Kommunikationsdaten werden mit Unternehmenskennzahlen korreliert, Predictive Models erkennen Krisenfrühindikatoren. Erst 15 % der PR-Teams nutzen KI-gestützte Analytik aktiv – der Trend zeigt aber klar in diese Richtung.
Stufe 5 – Agentic & Predictive Communication Intelligence („Innovator”): Vollständig KI-gestützte, autonome Kommunikationssteuerung in Echtzeit. Derzeit noch ein Zielhorizont – aber einer, der die notwendigen Fähigkeiten für heute definiert.
Was Kommunikationsabteilungen 2026 konkret angehen müssen
1. Output-Orientierung überwinden: Kennzahlen ohne Aussage – viele Teams messen, was einfach messbar ist, nicht was wichtig ist. Lösung: Outcome-Ziele von Beginn an definieren, Messinfrastruktur auf Wirkungsindikatoren ausrichten, Evaluationskultur als Lernprozess verankern.
2. Wertbeitrag und ROI nachweisen: Über die Hälfte der PR-Profis kann den Effekt auf Geschäftsergebnisse nicht solide quantifizieren. Lösung: Attributions- und Korrelationsmodelle aufbauen, Kommunikationsdaten mit Web-Traffic und Sales-Daten verknüpfen, gemeinsame OKRs mit anderen Abteilungen definieren.
3. Datensilos schließen: Viele Tools, wenig Integration – wertvolle Insights versickern in Fragmentierung. Lösung: Zentrale Analytics-Plattform als „Single Source of Truth”, Datenfluss-Roadmap entwickeln, CommTech-Governance-Strukturen etablieren.
4. Kompetenzlücke schließen: Fehlende Datenkompetenz und Messkultur bremsen den Fortschritt. Lösung: Weiterbildung institutionalisieren, Analytics-Rollen schaffen, Evaluation als festen Projektbestandteil einplanen und Lernkultur fördern.
5. KI und Predictive Analytics gezielt nutzen: 2026 geht es nicht mehr um ob, sondern wie KI orchestriert wird. Lösung: Pilotprojekte definieren, Mensch-Maschine-Rollen klar abgrenzen, KI als Assistenz positionieren – und Kreativität als das bewahren, was KI nicht kann.
Drei Kernimplikationen für den DACH-Raum
Erstens: Die Grundlagen müssen stimmen – ohne verlässliches Monitoring keine zielgerichtete Analyse, ohne diese keine datengestützte Prognose. Zweitens: Die Messung muss konsequent an Zielen ausgerichtet werden – weg von reinen Output-Zahlen hin zu wirkungsbezogenen Indikatoren. Drittens: Offenheit für neue Technologien zahlt sich aus – KI erleichtert die Arbeit immens, ersetzt aber nicht die strategische Denkleistung. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Mensch und Maschine kooperieren: KI für Mustererkennung und Geschwindigkeit, der Mensch für Interpretation und Kreativität.
Nutzen
Was dieses Impulspapier leistet
Standortbestimmung
Das Fünf-Stufen-Reifegradmodell hilft, den eigenen Status quo ehrlich einzuordnen – und die nächsten Schritte gezielt zu planen.
Lösungsrahmen
Zu jeder der fünf Herausforderungen werden technische, strategische, organisatorische und kulturelle Maßnahmen konkret beschrieben.
Zukunftsorientierung
LLM-Visibility, Agentic AI und Predictive Analytics: Das Papier zeigt, welche Fähigkeiten jetzt aufgebaut werden müssen, um 2026 und darüber hinaus wettbewerbsfähig zu bleiben.
Mitwirkende
Autoren & wissenschaftliche Begleitung
IMWF
Acronis
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